Landesstudienpreis: LottoBW honoriert soziale Größe

Tanja Ittensohn, Karolina Pahlitzsch, Sarah Brüßler und Chantal Laboureur wurden mit dem Landesstudienpreis Spitzensport ausgezeichnet. Die Sportlerinnen dürfen sich über Preisgelder von insgesamt 15.000 Euro freuen.

Der Landesstudienpreis Spitzensport 2020

LottoBW, das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und der Landessportverband Baden-Württemberg e.V. (LSV) vergeben gemeinsam den neuen Landesstudienpreis Spitzensport. Ausgezeichnet werden herausragende Leistungen in Studium und Sport. Die Vereinbarkeit der beiden Felder steht bei der Vergabe im Vordergrund. Mit dem Preisgeld von 15.000 Euro möchten die Partner das besondere Engagement von Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern auszeichnen und ehren.

Landesstudienpreis Spitzensport: Ju-Jutsu-Athletin Tanja Ittensohn belegt den ersten Platz und gewinnt 6.000 Euro Preisgeld. Foto: DJJV

Auf den Partner des Sports ist Verlass

Die Erträge, die LottoBW erwirtschaftet, kommen zu einem großen Teil dem Gemeinwohl zugute. Die Idee hinter dem Förderpreis: hochmotivierten Athletinnen und Athleten aus dem Südwesten finanziell auf die Sprünge helfen.

„Hinter den Gewinnerinnen stecken Persönlichkeiten, die sich in verschiedenen Lebensbereichen ambitionierte Ziele stecken“, lobt Lotto-Geschäftsführer Georg Wacker, „diese Spitzensportlerinnen engagieren sich darüber hinaus für andere, sei es in Vereinen, bei der Nachwuchsförderung oder in sozialen Bereichen.“

Ausnahmslos Sportlerinnen machen das Rennen

56 Bewerbungen von Studierenden lagen der Jury für diesen erstmals ausgeschriebenen Preis vor. Den ersten Platz belegt die Ju-Jutsu-Athletin Tanja Ittensohn29, die damit 6.000 Euro Preisgeld erhält. Platz zwei geht mit gleicher Punktzahl und jeweils 3.000 Euro Preisgeld an die Kanurennsportlerin Sarah Brüßler, an die Beachvolleyballerin Chantal Laboureur und an die Leichtathletin Karolina Pahlitzsch. Die Jury hatte zu bewerten, was neben den akademischen Leistungen und den Erfolgen im Spitzensport noch ins Gewicht fällt. Gepunktet wurde unter anderem mit gesellschaftlichem Engagement.

Die 25-jährige Tanja Ittensohn kann die 6.000 Euro Preisgeld gut gebrauchen: „Damit kann ich mir einen neuen Laptop kaufen“, verriet sie der „Bruchsaler Rundschau“.

Chantal Laboureur spendet einen Teil ihrer Turnierpreise an karitative Projekte und Organisationen. Seit mehr als 15 Jahren ist die 31-Jährige Leistungssportlerin und gehört dem Bundeskader an. „Vielen Dank“, jubelt sie, „es freut mich natürlich sehr, dass ich von der Jury für diesen Preis ausgewählt wurde.“

Die Sportsoldatin Chantal Laboureur (re.), die ein Studium der Humanmedizin in Tübingen absolviert, hätte zu gerne die Preisverleihung live erlebt. Foto: Tom Bloch

Die 26-jährige Kanutin Sahra Brüßler, die an der Universität Mannheim Psychologie im Master studiert, gibt ihr erworbenes Wissen gerne an andere Nachwuchs-Athleten weiter: „Zu gerne möchte ich, dass von meinen Kenntnissen der mentalen Gesundheit im Leistungssport auch andere profitieren.“

2019 wurde Kanutin Sahra Brüßler Vize-Weltmeisterin und 2020 sicherte sie sich den Deutschen Meistertitel. Foto Martina Tirolf
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