Wer seinem Glück mit Lotto, GlücksSpirale und Co. auf die Sprünge hilft, der tut obendrein etwas Gutes für die Allgemeinheit. Die Lottospieler im Land sind quasi heimliche Mäzene. Denn mit ihrem Einsatz fördern sie die Bereiche Sport, Kunst und Kultur, Denkmalschutz und Soziales. Insgesamt flossen so rund 8,8 Milliarden Euro in den vergangenen Jahrzehnten in die Gesellschaft zurück.

Den meisten Menschen – ob Lottospieler oder nicht – ist oftmals nicht bekannt, dass aus den Überschüssen der staatlichen Lotterien jährlich Millionenbeträge an das Land abgeführt werden. In den vergangenen drei Teilen dieser kleinen Serie haben wir bereits darüber berichtet. Neben Sport, Kunst & Kultur und Denkmalschutz profitiert auch der Sozialbereich jährlich in Millionenhöhe von Lotterie-Erträgen.

Das ist wichtig, denn Fördergelder werden mehr und mehr zu einer Mangelware. Was aber bleibt ist der Wettmittelfonds. Das ist gut so, denn die Lotto-Förderung entwickelte sich zum tragenden Modell und zur Grundlage für den Erhalt und Ausbau bedeutender gesellschaftlicher Anliegen in Baden-Württemberg.

Wettmittelfonds

Eine Sonderrolle nimmt die GlücksSpirale ein. Ein Teil ihrer Erträge geht an die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW). 2017 waren dies rund 3,1 Millionen Euro. Der BAGFW gehören sechs Verbände an: Arbeiterwohlfahrt, Deutscher Caritasverband, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband der Evangelischen Kirche in Deutschland und Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland.

Soziales
Auch soziale Einrichtungen, wie etwa die Kranken- oder Altenpflege, profitieren von den Lotterie-Erträgen.

Gerade hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen und zu fördern ist besonders wichtig. Klafft doch die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr auseinander. Dabei drohen viele Menschen vergessen zu werden. Die Zuschüsse fließen in die Selbsthilfe und das bürgerschaftliche Engagement. Empfänger sind Sozialstationen, die ambulante Altenbetreuung sowie die Haus- und Familienpflege. Die Arbeit der sozialen Dienste für Behinderte und Maßnahmen für die Suchthilfe werden ebenfalls mitfinanziert. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Kinderkrankenpflege und Frühförderung behinderter Kinder.

Ein aktuelles Beispiel: Caritas-Zentrum Calw – rund 12.000 Euro für Kinder und Jugendliche

Calw
Lotto-Regionaldirektor Hubert Gfrörer bei der 100-Jahr-Feier der Caritas in Calw.

Mit genau 11.875 Euro unterstützte die GlücksSpirale im Oktober 2018 zum Beispiel die Caritas in Calw. Das Geld wird dringend benötigt. Jetzt kann ein neuer Begegnungsraum, der „C-Punkt“, im neuen Caritas-Zentrum in der Calwer Innenstadt eröffnet werden. Hier bekommen zukünftig beispielsweise Kinder und Jugendliche aus finanziell benachteiligten Familien die Möglichkeit, ein Musikinstrument oder eine Sportart zu erlernen. Der C-Punkt ist darüber hinaus auch ein Ort der Begegnung, Beratung und des Zusammenkommens.

Dieses aktuelle Förderprojekt soll zeigen, dass Lotto nicht nur einzelne Menschen zu (Multi-) Millionären macht, sondern auch im Kleinen viel Gutes getan wird. Dadurch profitieren wir letztlich alle: ob im Sport, in der Kunst- oder Kulturszene, durch die Denkmalpflege oder durch Projekte im Sozialbereich. Deshalb kann sich jeder Lottospieler sicher sein, dass er – wenn es schon nichts mit dem Jackpot wird – wenigstens für viele andere Menschen einen kleinen Gewinn ermöglicht.

In diesem Artikel

Kommentieren