Bereits zum elften Mal steht der Eurojackpot dieses Jahr bei 90 Millionen Euro. Das ist Rekord! Gegenüber den vielzitierten US-Lotterien mit Milliarden-Jackpots bietet die europäische Variante zwar niedrigere Gewinntöpfe, doch einige Vorteile.

So viele Chancen gab es noch nie

2018 ist ein absolutes Glücksjahr. Zumindest was den Eurojackpot betrifft. Denn noch nie in der Geschichte der europäischen Lotterie gab es so oft die Chance auf 90 Millionen Euro – und damit das ganz große Glück. In diesem Jahr bot sich die Gelegenheit auf 90 Millionen Euro öfters als in den fünf Jahren von 2012 bis 2017 zusammengenommen. Wie der Eurojackpot funktioniert und wie sich die Quoten zusammensetzen, erfahrt ihr hier.

Eurojackpot

90 Millionen vs. 1,4 Milliarden

Während dieser Tage der Jackpot der US-Lotterie „Mega Millions“ von umgerechnet rund 1,4 Milliarden Euro weltweit für Aufsehen sorgte, scheinen die 90 Millionen Euro aus dem Eurojackpot geradezu mickrig. Doch natürlich sind 90 Millionen Euro eine Menge Geld und es gibt verschiedene Gründe, weshalb der Eurojackpot bei dieser Marke gedeckelt ist. Nicht zu vergessen die Gewinnwahrscheinlichkeiten: Beim Eurojackpot beträgt die Chance auf den Volltreffer 1 zu 95 Millionen, bei Mega Millions ist sie mit rund 1 zu 303 Millionen deutlich niedriger. Auch die Modalitäten der Auszahlung sprechen eindeutig für die europäische Variante: Im Eurojackpot erzielte Gewinne – ob 8 Euro im niedrigsten Rang oder 90 Millionen Euro in der Königsklasse – sind in Deutschland ausnahmslos steuerfrei und werden auf einen Schlag ausbezahlt. Dagegen wird bei den Mega Millions die Gewinnsumme über 29 Jahre gestückelt – und ist auch nicht steuerfrei. Wählt man die Option, sich den Gewinn auf einen Schlag auszahlen zu lassen, sinkt die Summe rapide: So berichteten US-Medien vergangene Woche, der Cash-Wert des Jackpots liege bei umgerechnet etwa 800 Millionen Euro vor Steuern, also rund 600 Millionen Euro niedriger als der Ausgangswert.

20 Millionen-Bonbon

Um den Vergleich mit den USA vollends rund zu machen, sollte man auch die zweite Gewinnklasse einbeziehen. Denn die ist bei der jetzt anstehenden Eurojackpot-Ziehung am Freitag (2. November) mit rund 20 Millionen Euro besonders lukrativ. Hier muss neben den fünf Richtigen im Feld 5aus50 nämlich statt zwei Zusatzzahlen nur eine korrekt getippt werden. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher – 1 zu 6 Millionen gegenüber 1 zu 95 Millionen für die erste Gewinnklasse. Der Mechanismus dahinter: Ist der erste Rang mit 90 Millionen Euro „voll“, füllt sich der zweite automatisch – ähnlich wie bei einem Kaskadenbrunnen.

Kaskadenbrunnen
Wie bei einem Kaskadenbrunnen füllt sich beim Eurojackpot der nächste Topf automatisch, wenn der oberste voll ist.

Alle glücklichen Gewinner sind 3

Somit gibt es am Freitag einmal mehr die Chance, sich in die Riege der größten Glückspilze der europäischen Lottogeschichte einzureihen und den 90 Millionen-Jackpot ganz alleine einzusacken. Beim Eurojackpot gelang dies bisher nur zwei Tippern: 2015 einem Mann aus Tschechien und ein Jahr später einem Schwarzwälder (wir berichteten).  

 Lotto BW wünscht viel Glück! 🙂

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