Wer seinem Glück mit Lotto, GlücksSpirale und Co. auf die Sprünge hilft, der tut obendrein etwas Gutes für die Allgemeinheit. Die Lottospieler im Land sind quasi heimliche Mäzene. Denn mit ihrem Einsatz fördern sie die Bereiche Sport, Kunst und Kultur, Denkmalschutz und Soziales. Insgesamt flossen so rund 8,8 Milliarden Euro in den vergangenen Jahrzehnten in die Gesellschaft zurück.

In den letzten beiden Beiträgen der vierteiligen Serie haben wir bereits auf die Förderung im Sport und in Kunst & Kultur durch Lotto-Mittel hingewiesen. In diesem Beitrag geht es um einen Förderbereich, der gerne übersehen wird: die Denkmalpflege. Denn oft nehmen wir historische Gebäude als selbstverständlich wahr und machen uns keine Gedanken darüber, wie diese nachfolgenden Generationen erhalten bleiben können. Dafür ist viel Arbeit, Zeit und nicht zuletzt auch Geld notwendig. Denkmale zu erhalten ist aufwändig. Oft ziehen sich zum Beispiel tiefe Risse durch Gemäuer, prachtvolle Wandgemälde bleichen aus oder Dachgeschosse drohen einzustürzen. Der Zahn der Zeit nagt eben an jedem Gebäude… Wenn keine Gegenmaßnahmen erfolgen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis aus historischen Prachtbauten Ruinen werden.

Hohenzollern
Die Burg Hohenzollern – ein Aushängeschild für das ganze Land.

Deshalb unterstützt Lotto Baden-Württemberg jedes Jahr die Denkmalpflege im Land. Von den rund 28 Millionen Euro jährlich stammen 24,9 Millionen Euro aus dem Wettmittelfonds, den das Land aus den Reinerlösen der staatlichen Lotterien bildet. Damit wird unter anderem das Denkmalförderprogramm des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen finanziert. Aus der Rentenlotterie GlücksSpirale werden weitere Mittel bereitgestellt. 2017 beliefen sich diese auf rund drei Millionen Euro für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Denkmalstiftung Baden-Württemberg. Hierbei handelt es sich um Stiftungen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, Denkmale für nachfolgende Generationen zu erhalten.

Zwei Beispiele aktiver Denkmalpflege im Land

Münster | Freiburg | Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Münster Freiburg

Das Freiburger Münster wurde zwischen 1200 und 1513 erbaut und ist das Wahrzeichen der Universitätsstadt im Breisgau. Das Münster ist ein Bauwerk mit vielen architekturhistorischen und künstlerischen Höhepunkten und gehört zu den über 310 Projekten, welche die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank Spenden, Erträge ihrer Treuhandstiftungen und Mittel der GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördert.

Zur jüngsten Förderung im Sommer 2018 steuerte die GlücksSpirale 50.000 Euro bei. Mit dem Geld werden Restaurationsarbeiten im Galeriebereich und am Turmhelmkranz des Westturms ermöglicht. Schon in den Vorjahren trugen die Erträge der Rentenlotterie regelmäßig dazu bei, das Freiburger Wahrzeichen zu erhalten und zu restaurieren. Seit 2003 stellte die DSD über 900.000 Euro für Arbeiten an der Großkirche bereit – über 800.000 Euro davon kamen aus GlücksSpirale-Mitteln.

Ehem. Synagoge | Hechingen | Denkmalstiftung Baden-Württemberg

Synagoge Hechingen

Die ehemalige Synagoge blickt auf eine lange und bewegte Vergangenheit in Hechingen (Zollernalbkreis) zurück. Sie wurde im Jahr 1767 erbaut und diente den jüdischen Bürgern als Gotteshaus. In der Reichspogromnacht 1938 wurden weite Teile der Synagoge verwüstet. Erst im Jahr 1979 schloss sich ein Verein zusammen, der es sich zum Ziel setzte, das einstige Gebetshaus vor dem Zerfall zu bewahren und als Kulturdenkmal zu erhalten. Bis dahin diente es als Holzlager und Garage.

Im Frühjahr 2018 flossen nun 40.000 Euro aus Mitteln der GlücksSpirale in die Sanierung des historischen Gotteshauses. Denn an der neoklassizistischen Fassade zeigten sich infolge 30-jährigen Stillstands immer mehr Schäden. Aus diesem Grund entschloss sich die Denkmalstiftung Baden-Württemberg, das Gebäude zu fördern und erhielt die finanzielle Unterstützung aus Lotterie-Erträgen.

Denkmale verbinden Menschen

Die beiden Beispiele zeigen: Denkmale müssen erhalten werden. Sie sind oft Aushängeschild einer Stadt oder einer ganzen Region. Sie verbinden die Menschen in der Umgebung. Durch den Schutz der Denkmale schützen wir nicht zuletzt unser kulturelles Erbe.

Im nächsten Teil der Reihe „8,8 Milliarden“ geht es um die Förderung im Sozialbereich durch Lotterie-Erträge.

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