Wie die Lotto-Gewinnquoten entstehen

Das LOTTO 6aus49 ist die beliebteste Lotterie in Deutschland. Mit kleinem Einsatz sind mittwochs und samstags Millionengewinne möglich. Doch wie werden eigentlich die Gewinnquoten des Klassikers berechnet?

Das ist kein Hexenwerk. Im 6aus49 gehen immer genau 50% der Spieleinsätze als Gewinne an die Tipper. Die andere Hälfte fließt in Form von Lotteriesteuer (16,6%) und Erträgen für den guten Zweck (ca. 23%) an den Staat. Hinzu kommen noch Provisionen für die Lotto-Annahmestellen und die Geschäftskosten, die zusammen die restlichen zehn Prozent ausmachen. Doch zurück zu den Gewinnquoten und ihrer Berechnung.

Spieleinsätze werden gepoolt

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Der Klassiker LOTTO 6aus49 funktioniert nur dann, wenn die Einsätze aus allen Bundesländern zusammengeführt werden.

Zunächst kommen die Spieleinsätze aus allen 16 Bundesländern zusammen. Das nennt man „Poolung“. Beispiel: Die bundesweiten Einsätze für die Lotto-Ziehung am vergangenen Samstag (8. September) lagen bei rund 44,5 Millionen Euro. 5,6 Millionen Euro davon stammten von baden-württembergischen Tippern.

Nach der Poolung wird die Gewinnsumme berechnet. Um im Beispiel der Samstagsziehung zu bleiben: 50 Prozent von 44,5 Millionen Euro ergibt eine Gesamtgewinnsumme von rund 22,25 Millionen Euro.

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Im LOTTO 6aus49 werden immer genau 50 Prozent der Spieleinsätze als Gewinne ausgeschüttet.

Neun Gewinnklassen

Jetzt kommen die Gewinnklassen ins Spiel. Im LOTTO 6aus49 gibt es deren neun: Vom Sechser mit Superzahl bis zum niedrigsten Rang – zwei Richtige mit Superzahl.

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Das LOTTO 6aus49 bietet insgesamt neun Gewinnklassen.

Fester Schlüssel zur Berechnung

Die Gesamtgewinnsumme ist nicht gleichmäßig auf die neun Ränge verteilt, sondern nach einem festen Schlüssel. Und so funktioniert die Berechnung – zur besseren Übersichtlichkeit in mehreren Schritten:

Schritt 1:

12,8% der Gesamtgewinnsumme fließen in die Jackpotklasse, also den Sechser mit Superzahl. Bei der erwähnten Samstagsziehung also 12,8% von 22,25 Mio. Euro. Das macht rund 2,85 Millionen Euro.

Schritt 2:

Im niedrigsten Gewinnrang gibt es eine Besonderheit: Der Zweier mit Superzahl bringt eine Festquote von fünf Euro. Das heißt: Egal, wie viele Treffer in diesem Rang erzielt werden – es gibt immer fünf Euro dafür. Bei der letzten Samstagsziehung fielen insgesamt 516.503 Zweier mit Superzahl an. Multipliziert mit der Festquote von fünf Euro ergibt das knapp 2,6 Millionen Euro.

Schritt 3:

Von der Gesamtgewinnsumme (22,25 Mio Euro) werden die Anteile der Jackpotklasse (2,85 Mio Euro) und der Festquotenklasse (2,6 Mio Euro) abgezogen. Es verbleiben rund 16,8 Millionen Euro.

Schritt 4:

Diese 16,8 Millionen Euro aus dem Beispiel der Samstagsziehung sind dann Grundlage, um die übrigen Quoten zu berechnen. Der mit 45 Prozent größte Anteil an dieser verbliebenen Gewinnsumme fließt in den achten Gewinnrang, also für den Dreier ohne Superzahl.

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Die Gewinnsumme im LOTTO 6aus49 wird nicht gleichmäßig auf die neun Ränge verteilt, sondern nach einem festgelegten Schlüssel.

Hier die gesamte Aufteilung, die auch in den Lotto-Teilnahmebedingungen ab Seite 6 nachzulesen ist:

  • Klasse 2 (6 Gewinnzahlen): 10%
  • Klasse 3 (5 Gewinnzahlen und Superzahl): 5 %
  • Klasse 4 (5 Gewinnzahlen): 15%
  • Klasse 5 (4 Gewinnzahlen und Superzahl): 5%
  • Klasse 6 (4 Gewinnzahlen): 10 %
  • Klasse 7 (3 Gewinnzahlen und Superzahl): 10%
  • Klasse 8 (3 Gewinnzahlen): 45%

Grundsätzlich gilt: Je mehr Treffer es in einem Rang gibt, desto niedriger fällt die Gewinnquote aus. Das gilt nicht für den Zweier mit Superzahl, für den es immer fünf Euro gibt.

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Je mehr Treffer es in einer Gewinnklasse gibt, desto niedriger fällt die Quote aus. Das gilt nicht für den Zweier mit Superzahl, für den es immer fünf Euro gibt.

 

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