Wer seinem Glück mit Lotto, GlücksSpirale und Co. auf die Sprünge hilft, der tut obendrein etwas Gutes für die Allgemeinheit. Die Lottospieler im Land sind quasi heimliche Mäzene. Denn mit ihrem Einsatz fördern sie die Bereiche Sport, Kunst und Kultur, Denkmalschutz und Soziales. Insgesamt flossen so rund 8,8 Milliarden Euro in den vergangenen Jahrzehnten in die Gesellschaft zurück.

Ist das Kunst oder kann das weg? So lautet ein populärer Ausspruch. Sein Ursprung geht wohl auf den Aktionskünstler Joseph Beuys zurück. So sind mindestens zwei Fälle bekannt, in denen Kunstwerke von Beuys versehentlich weggewischt oder entsorgt wurden. Grund: die Reinigungskräfte erkannten die Kunstwerke nicht als solche. Kunst?

Kunst liegt im Auge des Betrachters. „Die Fettecke“ von Joseph Beuys wurde 1986 in der Düsseldorfer Kunstakademie bei Putzarbeiten einfach weggewischt.So herrlich skurril diese Geschichten auch sind, bringen sie doch die Ambiguität der Kunst alltagstauglich auf den Punkt. Eben die Frage: Ist das Kunst oder kann das weg? Fakt ist: An Kunst scheiden sich die Geister. Kunst liegt im Auge des Betrachters. Für Person A ist ein Picasso-Gemälde von unschätzbarem Wert. Für Person B sind es nicht mehr als ein paar bunte Striche. Deshalb muss die Kunstszene auch immer für ihre eigene Daseinsberechtigung eintreten. Kunst kann eben nicht weg.

Jedes Jahr 33 Millionen Euro für Kunst & Kultur im Land

Deshalb ist für LottoBW die Kunst- und Kulturförderung im Land Ehrensache. Seit nunmehr 60 Jahren wird im Ländle Spitzen- und Amateurkunst gefördert. Momentan jährlich mit rund 33 Millionen Euro.

Von den Zweckerträgen profitieren zum Beispiel folgende Kunstsammlungen im Land:

So können durch die Lottomittel besondere Kunstwerke erstanden und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zwei konkrete Beispiele sind in den Gastblogger-Beiträgen der Staatsgalerie Stuttgart (Spitzenkunst fürs Ländle) und des Landesmuseums Württemberg (Goldene Münzen für das Landesmuseum Württemberg) nachzulesen.

Kleinkunst wird bei LottoBW großgeschrieben!

Analog zur Sportförderung im Land durch Lottomittel unterstützt LottoBW nicht nur Museen durch den Ankauf von Werken weltbekannter Künstler wie Picasso, Matisse oder Braque. Auch regionale, aber nicht minder hochwertige Kunstprojekte und Kulturveranstaltungen gehören dazu. So zum Beispiel die Theater-Landesbühnen Bruchsal, Esslingen und Tübingen. Die Landesbühnen sorgen für eine eigene kulturelle Infrastruktur vor Ort. Auch die nichtstaatlichen Orchester im Land profitieren von Lottomitteln. Gefördert werden zum Beispiel drei philharmonische Orchester: die Südwestdeutsche Philharmonie in Konstanz, die Württembergische Philharmonie aus Reutlingen und die Stuttgarter Philharmonie.

Zahlreichen anderen Kulturinstitutionen in Baden-Württemberg fließen ebenfalls Mittel aus dem Wettmittelfonds zu. Dazu gehören beispielsweise das Theaterhaus Stuttgart, die Stiftung Internationale Bachakademie oder die Akademie Schloss Solitude.

Wettbewerbe von LottoBW: Ein Sprungbrett für Kleinkünstler!

LottoBW fördert nicht nur über den Wettmittelfonds Kunst und Kultur im Land. LottoBW ist auch selbst aktiv und bietet für (noch) kleine Künstler die Möglichkeit, einem großen Publikum bekannt zu werden.

So wird schon seit Jahren gemeinsam mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst der Kleinkunstpreis Baden-Württemberg ausgelobt. Einige der ausgezeichneten Künstler, unter ihnen Bülent Ceylan, Florian Schröder und Christoph Sieber konnten den Preis als Sprungbrett in eine nationale Karriere nutzen. Der Kleinkunstpreis ist mit insgesamt 17.000 Euro dotiert.

 

Auch der Lotto-Musiktheaterpreis gehört fast schon traditionell zum festen Bestandteil der Förderprojekte von LottoBW. Er wird in Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Musikschulen und dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg ausgelobt. Teilnehmen können alle „Macher“ von Musiktheaterprojekten mit Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg: Musikschulen, Schulen und kirchliche Einrichtungen sowie Theaterwerkstätten, Vereine der Laienmusik und andere Gruppen, die sich nicht kommerziell oder professionell im Musiktheater engagieren. Der Lotto-Musiktheaterpreis ist mit mindestens 10.000 Euro dotiert. Hinzu kommen noch mehrere Sonderpreise, die mit je 1.000 Euro dotiert sind.

Der Lotto-Museumspreis rundet die kulturellen Wettbewerbe ab: Ausgezeichnet werden Beispiele für herausragende Museumsarbeit. Teilnahmeberechtigt sind alle nichtstaatlichen Museen in Baden-Württemberg. Insbesondere kleine und mittlere Museen in kommunaler oder privater Trägerschaft sowie Museen mit starkem bürgerschaftlichen Engagement sind zur Teilnahme aufgefordert. Der Preis wird in Zusammenarbeit mit dem Museumsverband Baden-Württemberg e. V. ausgelobt. Der Lotto-Museumspreis ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert.

Im nächsten Teil der Reihe „8,8 Milliarden“ geht es um die Denkmalförderung im Land durch Lotterie-Erträge.

In diesem Artikel

Kommentieren