Vor drei Wochen habe ich mich noch mit acht Kreuzchen auf dem Lottoschein zufrieden gegeben. Jetzt will ich mehr! Mit den VEW-Teilsystemen können nämlich bis zu 22 Zahlen pro Tippfeld gesetzt werden – also fast die Hälfte der 49 möglichen…

Jetzt wird’s noch komplexer – zumindest auf den ersten Blick. Im letzten Beitrag zu den Lotto-Systemscheinen kündigte ich an, dass beim Teilsystem – besser bekannt als VEW-System – sogar bis zu 22 Zahlen pro Feld angekreuzt werden können. Zunächst ganz kurz zum Begriff: VEW steht für „Verkürzte Engere Wahl“. Das bedeutet, dass nur ein Teil der Tippreihen abgedeckt ist – deshalb Teilsystem gegenüber Vollsystem, das alle denkbaren Kombinationen umfasst. Um es nicht allzu kompliziert zu machen, erkläre ich die VEW-Systeme anhand des kleinsten Teilsystem-Tipps – dem VEW 12. Hier werden neun Zahlen in einem Spielfeld angekreuzt. Der Einsatz beträgt 12 Euro.

Viele Kreuze für wenig Einsatz

Der vielleicht wichtigste Unterschied zum Vollsystem: Werden beim Teilsystem die sechs Richtigen getippt, ist ein „Sechser“ möglich, aber nicht garantiert. Klingt komisch, hat aber seine Berechtigung. Am VEW 12 wird es deutlich: Denn mit neun getippten Zahlen gibt es 84 verschiedene Sechser-Kombinationen, die möglich sind. Deshalb kostet das Vollsystem 6aus9 auch 84 Euro. Von den 84 Reihen sind beim VEW 12 genau zwölf davon ausgewählt. Man beteiligt sich quasi nur zu einem Teil an einem Vollsystem. Logisch, dass dann auch der Einsatz geringer ist – nämlich genau zwölf Euro.

Teilsystem 12
So sieht das Teilsystem VEW 12 dann online aus: Neun Kreuze in einem Tippfeld.

Es gibt zwei Gewinnmöglichkeiten

Nun heißt es nochmal Glück haben: Denn befinden sich unter den neun angekreuzten Zahlen die berühmten sechs Richtigen, gibt es zwei Möglichkeiten (siehe Gewinntabelle unten). Entweder – und das ist der bessere Fall – gewinnt man einmal in Klasse 2 (was dem „Sechser“ ohne Superzahl entspricht), neunmal in Klasse 6 und zweimal in Klasse 8. Aber auch der etwas ungünstigere Gewinnfall ist lukrativ. Hier erzielte man drei „Fünfer“ (Klasse 4), sechs „Vierer“ (Klasse 6) und drei „Dreier“ (Klasse 8). Und das für gerade einmal zwölf Euro Einsatz.

Gewinntabelle
Die beiden Gewinnfälle sind gelb markiert. Welcher Fall eintritt, kann man dann am Abwicklungsschema ablesen.

Welcher Gewinnfall tritt nun ein?

Und jetzt wird’s richtig kompliziert. Denn um die Gewinne beim VEW-System zu ermitteln, gibt es ein extra hinterlegtes Abwicklungsschema. Anhand dieser Tabelle kann man ablesen, welcher Gewinnfall eintritt. Hierfür ist es entscheidend, welche Positionen die Gewinnzahlen untereinander haben. Die Gewinntabellen und Abwicklungsschemata liegen kostenlos in jeder Lotto-Annahmestelle aus oder hier zum Download. Ganz einfach geht es sowieso, wenn ein VEW-Tipp online abgegeben wird. Denn im Gewinnfall wird das Geld automatisch auf das hinterlegte Konto überwiesen. Genau so mache ich das für die anstehende Samstagsziehung. Wenn die aktuell elf Millionen Euro aus dem Jackpot auf meinem Konto sind, weiß ich, dass die „Verkürzte Engere“ die richtige Wahl war.  🙂

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