„US-Amerikanerin gewinnt halbe Milliarde Dollar – doch sie will das Geld nicht abholen“ – nur eine von vielen Schlagzeilen, die letzte Woche im Netz auftauchten. Mancherorts wird gar von der „Hölle durch Millionengewinn beim Lotto“ berichtet. Tatsächlich gibt es für eine Frau aus den USA gute Gründe, den Millionengewinn abzulehnen …

Powerball-Glück

560 Millionen Dollar. Per Überweisung aufs eigene Konto. Auf einen Schlag. Für die allermeisten Lottospieler ein ewiger Traum. Nicht so für eine Frau aus dem US-Bundesstaat New Hampshire. Sie gewann Anfang Januar besagte Summe – aktuell etwa 456 Millionen Euro – in der Lotterie Powerball. Hat das Geld aber (noch) nicht auf dem Konto – doch dazu gleich mehr.

Bei Powerball lautet das Spielprinzip: 5aus69 plus 1aus26. Das ergibt eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 1 zu 292 Millionen und ist somit um Einiges geringer als zum Beispiel beim Klassiker 6aus49 (1 zu 140 Millionen) oder dem Eurojackpot (1 zu 95 Millionen). Zudem gibt es noch weitere Einschränkungen und Hürden für Lottofreunde aus den USA – meine Kollegin berichtete in einem Artikel darüber.

Geld oder Frieden

Dass es sich immer lohnt, das Kleingedruckte vorab zu lesen, zeigt nun auf fast schon tragische Weise der Fall aus New Hampshire. Denn ein Gesetz aus dem nordöstlichen Bundesstaat besagt, dass Name und Wohnort von Gewinnern öffentlich gemacht werden müssen. Autsch! In Deutschland wäre so etwas undenkbar. Das nützt der zweifelnden Multimillionärin jedoch wenig. Sie hat nun die Qual der Wahl: Geld oder Frieden?

Denn die Gewinnerin befürchtet, durch den immensen Reichtum als quasi öffentliche Person ihr normales Leben nicht mehr weiterleben zu können. Sie hat zudem auch begründete Angst, dass sie Opfer eines Gewaltverbrechens werden könnte, z. B. eines Raubüberfalls oder einer Entführung.

Welches Interesse überwiegt?

Der Hintergrund: In Großbritannien und den USA ist es üblich, dass sich Millionengewinner auf Pressekonferenzen in Wort und Bild den Journalisten stellen. Nur sechs US-Bundesstaaten ermöglichen Lottogewinnern die Anonymität. New Hampshire gehört nicht dazu. Die Anwälte der Gewinnerin machen nun geltend, das öffentliche Interesse an ihrer Mandantin werde mehr als wettgemacht durch das Interesse der Frau, sich vor unangenehmen Folgen ihres großen Glücks zu schützen.

Millionärin lehnt Gewinn ab I www.traeumdichlotto.de Corporate Blog von Lotto Baden-Württemberg
Ob 5 Euro oder 5 Millionen: Die Anonymität der Lottogewinner in Baden-Württemberg bleibt gewahrt – ohne Wenn und Aber.

Anonymität bleibt gewahrt

In Deutschland ist der Umgang mit Großgewinnern seit jeher anders geregelt. Hier können Lottospieler darauf vertrauen, dass ihre Anonymität gewahrt bleibt. Von Seiten der Gesellschaften des Deutschen Lotto- und Totoblocks (DLTB) gehen keine personenbezogenen Daten an die Medien oder die Öffentlichkeit.

Ein unerwarteter Geldsegen kann das Leben von heute auf morgen verändern. LottoBW bietet deshalb allen Großgewinnern einen Besuch an. In der Stuttgarter Lotto-Zentrale gibt ein erfahrenes Team Verhaltenstipps für die erste Zeit nach dem erzielten Gewinn. Der wichtigste Tipp ist: Einen kühlen Kopf bewahren und nichts überstürzen!

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Klarer Rat: Das Geheimnis so lange wie möglich für sich behalten und nur die engsten Vertrauten einweihen.

Weitere Verhaltenstipps:

  • Gras über das Ereignis wachsen lassen
  • Das Geheimnis so lange wie möglich für sich behalten
  • Nur im engsten Kreis über die Verwendung des Geldes sprechen
  • Mit der Anschaffung von Luxusgütern warten
  • Nur von sachkundigen Experten finanziell beraten lassen

 

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1 Kommentare

  1. Martin Antworten

    Hätte sie denn nicht das Los einen engen Verwandten für z.B. 10% geben können der nicht so ängstlich und scheu ist? Man könnte damit so viel Gutes tun. Einfach ablehnen ist in meinen Augen ein No-Go. Nicht umsonst hat das Schicksal sie gewählt.