Liebe Lottofreunde, so nicht!

Wie gerne lesen wir die Geschichten von Lottogewinnern, die mit kleinem Einsatz das große Geld gemacht haben. Wir freuen uns für sie. Wir neiden es ihnen ein wenig. Und dann träumen wir davon, eines Tages auch zu den Glücklichen zu gehören. Der Chinese Wang Chengzhou übertreibt es dabei aber eindeutig!

Häufig erzählen uns Lottofreunde ihre Tricks und Kniffe auf dem Weg zu sechs Richtigen. Aber eines ist allen klar: Die Zahlen hängen rein vom Zufall ab. Ein sicheres System, sie vorherzusagen, gibt es nicht. Asiatische Medien berichteten Ende Januar von der tragischen Geschichte eines Chinesen, der das offensichtlich anders sieht.

Traurige Geschichte eines Lottospielers

Der 49-jährige Wang Chengzhou hat in Chongqing, einer Millionenstadt in Zentralchina, unter einer Straßenbrücke sein Zuhause gefunden. Seit zehn Jahren lebt er dort bereits. Seine Zeit verbringt er damit, die mathematische Formel hinter den Gewinnziffern der einheimischen Lotterie zu erforschen. Über Wasser hält er sich mit Jobs in einer Postfiliale und in einer Reinigungsfirma. Denn nach eigenen Angaben gibt Chengzhou jeden Monat rund 2.000 Yuan, umgerechnet etwa 250  Euro, für Lotteriescheine aus.

Erst als die Medien über ihn berichteten, erfuhr seine Familie von seinem Verbleib. Seit zehn Jahren hatte er keinen Kontakt mehr zu ihr. Darauf folgte die Bitte seiner 76-jährigen Mutter, für das bevorstehende chinesische Neujahr nach Hause zu kommen. Das lehnte er jedoch ab. Er wolle erst zurückkehren, wenn er der „Lotterieforschung“ seinen Stempel aufgedrückt hätte, zitiert die „South China Morning Post“.

Ob Chengzhou wohl bewusst ist, wie viel er inzwischen in seinen Wahn investiert hat?!

Schwäbische Sparsamkeit führt auch zum Lottogewinn

Man sollte seinem Beispiel keinesfalls folgen. Den besten Beweis dafür lieferte im August 2014 ein Lottospieler aus Stuttgart. Er setzte genau 1 € ein und gewann 312.000 Euro. Mit einem einzigen getippten Kästchen sagte er die sechs Richtigen korrekt voraus. Sicher nicht, weil er sie kannte, sondern weil er ganz einfach Glück hatte. Insgesamt tippten bei dieser Ziehung sechs Spieler aus dem Bundesgebiet die Zahlenkombination 3 – 11 – 15 – 22 – 37 – 40. Sie teilten sich also den Gewinn in Klasse zwei von gut 1,8 Mio. Euro.

Ein Lottogewinn ist reine Glückssache

Das Prinzip des Zahlenlotto ist einfach. In Deutschland funktioniert es so: Der Tipper muss sechs Zahlen aus insgesamt 49 korrekt voraussagen. Und schon gewinnt er eine Menge Geld. Aber die Gewinnwahrscheinlichkeit macht es dann leider etwas komplizierter… 15.537.573 unterschiedliche Sechser-Zahlenkombinationen kann man aus dem Zahlenkreis kreieren. Um den Jackpot zu knacken, bedarf es noch der richtigen Superzahl. So kommen 139.838.160 mögliche Kombinationen zusammen.

Der eine Lottofreund setzt auf Strickmuster, der andere auf Geburtszahlen. Wir haben auch schon von „Magischen-Quadraten“ gehört. Aber eines können wir sicher sagen: Die Gewinnchance ist bei all diesen Theorien immer genau gleich hoch. Seit dem 9. Oktober 1955 werden in Deutschland die Lottozahlen gezogen. Knapp 5.700 Ziehungen haben stattgefunden. Und nach all diesen Ziehungen ist noch immer kein klares Muster erkennbar.

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Für Lottofreunde und Statistik-Fans: Im Jahr 2017 war die 18 die am häufigsten gezogene Lottozahl. Die war 7 die am häufigsten gezogene Superzahl.

Ob LOTTO 6aus49, Eurojackpot oder KENO – die Tippspiele sollen in erster Linie der Unterhaltung dienen. Für manche Menschen birgt das Glücksspiel jedoch eine ernstzunehmende Gefahr, die zu Sucht und Abhängigkeit führen kann. Damit Spiel auch Spiel bleibt, sollte man es nie übertreiben.

Liebe Lottofreunde, für all diejenigen, die trotz des Zufalls ein paar Zahlenspiele anstellen wollen, hält die Homepage von LottoBW die entsprechenden statistischen Informationen bereit: www.lotto-bw.de/lotto/statistiken/ziehungen

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