An sich müsste anstelle dieses Blogbeitrags ein Gedicht stehen. Denn wie wenige Themen ist der Abschied poetisch verarbeitet worden in der Menschheitsgeschichte. Weil er aber kein Dichter ist, sagt unser Kollege einfach nur „Ciao“.

„Ciao, Amici“, begrüßen sich italienische Freunde – und verabschieden sich auch so. Locker und dem Wortlaut nach so, dass der Abschied auch eine Begrüßung sein könnte – und umgekehrt. Denn wenn sich die eine Tür schließt, öffnet sich woanders eine. Das kennen wir alle aus dem Personaler-Volksmund und oft aus eigener Erfahrung.

Für mich öffnet sich so eine Türe. Eine Türe zu mehr Zeit mit meiner Familie. Befremdlich werde ich dafür von so manchem Enddreißiger angesehen, jetzt, da für viele gefühlt der wichtigste Karrierezeitpunkt kommt, mache ich auf Familie. Ja.

Für mich bedeutet dies die höchste Sprosse auf der Karriereleiter. Unfassbar, wie hart das Bewerbungsverfahren dafür war. Wie langwierig. Wie oft sich der Alltag doch gegen einen entschieden hat.

Jetzt habe ich den Zuschlag erhalten – und sage „Ciao“.

„Ciao, Amici!“

In diesem Artikel

Kommentieren