Fortuna, wir gratulieren dir

Fortuna ist allgegenwärtig

Wenn man in einem Glücksspielunternehmen arbeitet, fällt der Name Fortuna immer wieder. Sie ist die römische Glücks- und Schicksalsgöttin. Sie hat als Göttin des glücklichen Zufalls bei allen positiven Fügungen ihre Hand im Spiel, bei allem was einem „zufällt“- also nicht hart erarbeitet werden muss. Da ist sie in unserer Branche also ganz richtig.

Happy Birthday, Glücksgöttin!

Heute ist quasi der Geburtstag von Fortuna. Der traditionelle Feiertag ist der 24. Juni. Dieser Stichtag markierte nach dem Julianischen Kalender die Sommersonnenwende. Dass sie genau an diesem Tag geehrt und gefeiert wurde, kommt nicht von ungefähr: Jetzt ist vieles in der Natur herangereift, jetzt beginnt die Erntezeit, die sich bis in den Herbst zieht. Und dazu braucht es — neben all der harten Arbeit — auch Glück und die Gunst von Fortuna.

Aber: Wer war eigentlich diese Fortuna?

Ich habe viel gelesen und Folgendes herausgefunden: Vermutlich wurde die Göttin bereits zu Beginn des Römischen Reichs durch den König Servius Tullius populär. Tullius soll ihr sechsundzwanzig Tempel gewidmet haben, jeden mit einer anderen Epiklese. Fortuna wurde von den Römern als Staatsgöttin und als Privatgöttin verehrt.

26 Tempel sollen Fortuna im Römischen Reich gewidmet worden sein

Den Glauben an die Glücksgöttin konnte auch das Christentum nicht ausrotten. Im Gegenteil. In den Klöstern des Mittelalters wurde sie sogar als Dienerin Gottes verehrt und an den Universitäten des 13. Jahrhunderts sollte sie Glück bei den Prüfungen spenden. Vereinbar war das mit der christlichen Theologie überhaupt nicht. Aber wen kümmert die Theologie, wenn man Glück braucht? Sie avancierte zur Patronin der Glücksspieler, das Rad des Schicksals wurde zum Roulettekessel. Viele Casinos haben auf irgendeine Weise Bilder, Statuen und Symbole der Fortuna, somit sind es ihre „Tempel der Neuzeit“ geworden.

Fortuna, das Glücksspiel und die Kunst

Die Glücksgöttin war ein beliebtes Motiv auf Spielmarken oder Jetons im Glücksspiel des 18. und 19. Jahrhunderts. Sie war auch Jahrhunderte lang ein beliebtes Motiv in der Kunst. Dürer, Rubens, Rembrandt und viele andere große Maler haben uns ihr Bild von Fortuna hinterlassen. In der Neuzeit wurde sie besonders durch das Bühnenwerk von Carl Orff, „Carmina Burana“, überall in der Welt bekannt. Sowohl im Eingangs- als auch im Schlusschor des Werkes wird sie besungen.

Wie gewinne ich Fortunas Gunst?

Es gibt viel Literatur über die Glücksgöttin. Aber wie genau man ihre Gunst für sich gewinnen kann, habe ich nicht herausgefunden. Einige Quellen empfehlen durchaus amüsante Rituale. Aber ich habe das Gefühl, dass keines davon mit Sicherheit zielführend ist. Wenn Du aber deinen Freundes- oder Familienkreis amüsieren möchtest, dann lege ich dir auf jeden Fall nahe, ein wenig das Internet zu befragen und am heutigen Geburtstag von Fortuna das ein oder andere zu versuchen.

Mancher Tanz mag zwar Regen heraufbeschwören. Fortunas Gunst aber eher nicht.

Und zum Schluss noch etwas zum nachdenken: Fortuna ist ferner ein beliebter Vereinsname für Sportvereine und wird insbesondere im Fußball häufig als Kurzform für den ganzen Verein verwendet. Ein Blick auf die Tabelle der kommenden Bundesligasaison beweist, dass sich Fortuna auch nicht von Fangesängen beeindrucken lässt. Denn kein Team, das ihren Namen im Titel trägt, ist in der ersten Liga mit von der Partie.

Manch rheinischer Fußballverein versucht es mit Fortunas Namen im Titel. Auch das hat eher mäßigen Erfolg.
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