Seit Wochen, ja Monaten freute ich mich auf meinen Urlaub: zehn Tage mit dem Mietwagen durchs Heilige Land. Endlich. Doch je näher die Reise rückt, desto mehr Zweifel kommen auf. Ist die Region wirklich sicher? Ist das Programm für die kurze Zeit nicht zu umfangreich? Schließlich will ich auf Jesu Spuren wandeln und so viel wie möglich von Israel sehen. Und: wie wird wohl der erste Arbeitstag nach dem intensiven Urlaub sein? Fragen über Fragen. Hier die Antworten:

Wie sicher ist Israel?

Selbstverständlich überprüfe ich vor jeder Reise in entsprechende Länder die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes. Für Israel liegt aktuell keine akute Bedrohungslage vor, weshalb ich mich auch guten Gewissens für die Reise entschieden habe. Nichtsdestotrotz: gelegentliche Stimmungsschwankungen kamen bei der Reisevorbereitung auf. Man hat einfach schon zu viel gehört, gesehen und gelesen. Vor Ort fühlte ich mich jedoch pudelwohl und absolut sicher. Zu keinem Moment hatte ich ein ungutes Gefühl. Klar: An Polizei und Militär mit M16 bewaffnet muss man sich gewöhnen. Aktuell dürfte dies aber auch in Paris oder London leider Gottes zum Stadtbild gehören.

Was gibt es zu sehen?

Die Fläche Israels entspricht etwa der Größe Hessens. Es ist also gut möglich, in relativ kurzer Zeit viel zu sehen. Ganz besonders, wenn man einen Mietwagen besitzt. Trotz der geringen Größe des Landes, könnten die Unterschiede kaum größer sein. Israel ist ein Schmelztiegel  bzw. eher ein multikulturelles Mosaik: Jede Stadt, ja jeder Stadtteil hat seine eigenen Traditionen, Eigenheiten und Religionen: säkulare, traditionelle, orthodoxe und ultraorthodoxe Juden, sunnitische Muslime, nicht-arabische Muslime, griechisch-orthodoxe Christen, Katholiken, Beduinen, Drusen, Anhänger des Bahaitum und viele viele mehr. Da kann man schon mal den Überblick verlieren. Zum Glück habe ich mir eine Reiseroute überlegt, an der ich mich entlanghangeln konnte (siehe Bild). Insgesamt war es zwar ein straffes Programm für die kurze Zeit, aber unterm Strich gut machbar und trotzdem erholsam.

Die Route: Tel Aviv – Akkon – Nazareth – Galiläa (See Genezareth) – Jerusalem – Bethlehem – Totes Meer – Tel Aviv

Der Tag danach!

Irgendwann ist auch der schönste Urlaub einmal vorbei. Obwohl mir während des Trips immer klar war, dass ich keine 24 Stunden nach der Landung wieder ins Büro gehen werde, schaffte ich es, während des Urlaubs kein einziges Mal wirklich an die Arbeit zu denken. Ich lebte im Hier und Jetzt und genoss das faszinierende Land, die atemberaubende Landschaft und die Gespräche mit den vielen unterschiedlichen Menschen, die ich auf der Reise kennenlernte.

Als ich am Tag danach wieder auf die Arbeit kam, fandich einen kleinen Willkommen-Zurück-Zettel von meinem Kollegen auf dem Schreibtisch. So ist der Start nach dem Urlaub nur halb so schlimm. Ich bin also wieder in der Zentrale des Glücks angekommen. Und das Beste: Der nächste Urlaub kommt bestimmt! 🙂

In diesem Artikel

Kommentieren