Verrückter Aberglaube im Glücksspiel

Menschen mit einer Affinität zum Glücksspiel haben oft ihre eigenen Methoden, um das Glück zu beschwören. Eine Statistik, welche Methode tatsächlich zum großen Geldsegen führt, konnte ich nicht finden. Aber bei meinen Recherchen für diesen Blogbeitrag bin ich auf interessanten, verrückten und seltsamen Aberglauben gestoßen.

Ich bin tatsächlich auf vielen verschiedenen Aberglauben aufmerksam geworden. Aber es gibt auch einige Gemeinsamkeiten. Und vor allem ein großes Ziel: Den Zufall überlisten und reich werden! Ich habe sieben dieser seltsamen Überzeugungen im Glücksspiel gesammelt – sieben ist immerhin eine Glückszahl.

#1 Den Tag nicht vor dem Abend loben

Finger weg von den Gewinnen, wenn sie noch nicht gewonnen sind! Wer sich gerade in einem Spiel befindet, der soll seine Gewinne nicht zählen. Das macht man zu Hause, nachdem man die Chips auch wirklich eingetauscht hat.

Einige Tipper sind der Überzeugung, während des Tippvorgangs ihren Gewinn zu zählen bringe Unglück.

#2 Bussi, Bussi

Manche Spieler haben am liebsten eine charmante Begleitung dabei – ein Kuss vor jeder Tippscheinabgabe ist ein Muss! Doch sollte man sich nicht zu sehr auf den Kuss des Glücks verlassen, denn sobald man anfängt zu verlieren, kann es zwischen Glücksbringer und Tipper mächtig kriseln. Wenn alle Stricke reißen, kann man aber auch selber auf den Tippschein pusten …

#3 Tipper sehen Rot

In China gilt Rot allgemein als eine „lucky colour“, denn sie steht unter anderem für Wohlstand. Daher ist es besonders in Asien keine Seltenheit, Glücksritter in rot zu erspähen. Manche tragen angeblich sogar rote Unterwäsche, doch das konnte ich nicht überprüfen …

#4 Nicht ohne meinen Pulli

Manchmal scheint der Aberglaube bestimmten Spielern wirklich Glück zu bringen. So zum Beispiel einem deutschen Kartenspieler, der 2011 mehrere Millionen Euro absahnte. Während des Turniers trug er die ganze Zeit denselben weißen Hoodie, da dieser ihm anfangs (angeblich) Glück gebracht hat. Vielleicht war ja etwas dran…?

Auch mein Kollege setzt gerne auf seinen Glückspullover. „Aberglaube im Kleiderschrank“ hat er seinen Blogbeitrag zu diesem Thema vor einigen Tagen genannt.

#5 An Orange a day …

Wie manche auf ihre Hoodies schwören, so bringen andere lieber Früchte mit. Denn das ist nicht nur gesund, sondern bringt dem ein oder anderen professionellen Glücksspieler schon länger Glück. Angefangen Orangen mitzunehmen hat einer von ihnen, um dem unangenehmen Zigarettengeruch in den damaligen Casinos entgegenzuwirken. Jetzt ist die Orange sein Markenzeichen geworden und er hat bei Spielen immer eine dabei.

#6 Lass es raus!

Nicht alle begnügen sich mit dem stillen Däumchen drücken. Es gibt auch Spieler, die beim Roulette zum Beispiel der Kugel lautstark vorsagen, wo sie denn Platz zu nehmen habe. Es klappt wohl eher weniger. Was wohl der Grund ist, wieso manche dann zu radikaleren Mitteln greifen und die Kugel beleidigen. Das hilft immer!

Ob der ein oder andere unserer Lottospieler wohl seinen Monitor anschreit, wenn die Lottozahlen live gezogen werden? Falls ja, dann hätte ich davon sehr gerne ein Video gesehen.

#7 Das Glück kommt durch die Hintertür …

…und auch besonders abergläubische Spieler. Denn nach einem Aberglaube, bleibt das Pech der Verlierer auf deren Weg nach draußen am Eingang hängen. Da würde ich auch lieber durch die Hintertür reinkommen, wenn ich darf.

Wir versuchen häufig etwas zu beeinflussen, was überhaupt nicht zu beeinflussen ist. Tatsächlich machen wir das wider besseres Wissen. Jeder von uns weiß ja eigentlich, dass wir den Zufall nicht beeinflussen können.

Aberglaube hin oder her, manche Ursprünge wurden vielleicht vergessen, doch es kommt sicherlich nicht von irgendwoher, dass einige Tipper genau mit demselben Aberglauben jede Woche ihren Tippschein abgeben. Ob in roten Socken durch die Hintertür der Annahmestelle oder im Glückspullover mit Orange in der Jackentasche. Ich drücke all unseren Tippern gleichermaßen die Daumen!

 

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