Kleinkunst – Live dabei aber nix mitbekommen!

Am 25. April war es wieder soweit, der Kleinkunstpreis Baden-Württemberg wurde verliehen. Damit die Gäste der Verleihung in der Stadthalle in Biberach gut betreut werden und die Fans von Lotto Baden-Württemberg in den Sozialen Medien über den Verlauf des Events informiert, bin ich Teil des Mitarbeiter-Stabs, der sich am Veranstaltungstag auf den Weg nach Biberach macht.

„Du hast es gut. Du kommst so viel rum. Du darfst so tolle Events miterleben“ – Das höre ich oft von Kollegen hier bei Lotto Baden-Württemberg aber auch im Freundeskreis. Aber dass die Events auch mit viel Arbeit verbunden sind, das wird leider immer vergessen. Und dass ich vom eigentlichen Event oft gar nicht viel mitbekomme, das will kaum jemand glauben. Ist aber so!

Dienstagmittag in der Lotto-Tiefgarage am Löwentor. Abfahrt Richtung Biberach. Und hier kommen wir zum Glück staufrei nach knapp zwei Stunden auch an. Allerdings regnet es in Strömen als wir unseren Lotto-Bus entladen und all das Promomaterial in die Stadthalle tragen. Etwas durchnässt werden also Promowände, Rollups und allerhand Material in der gesamten Halle verteilt aufgebaut.

Jede Menge Material ist im Rahmen eines solchen Events aufzubauen

Der Zeitplan ist straff. Eine gute halbe Stunde bleibt uns im Hotel, um das Outfit zu wechseln und das Styling von sportlich (zwecks Materialaufbau) nach elegant (zwecks Abendveranstaltung) komplett umzukrempeln. Und schon befinden wir uns wieder in der Stadthalle von Biberach. Mein Job ist es die geladenen Gäste zu begrüßen und ihnen ihre Tickets auszuhändigen. Da fehlen Tickets, da kommen Gäste zu spät und da muss auch einiges umdisponiert werden. Und ehe ich mich versehe, ist die erste Hälfte der Veranstaltung vorbei und es wird den Gästen das Pausengetränk serviert. Und ich habe es noch nicht einmal in Richtung Saal geschafft.

Ich habe keine Zeit zu fragen, wie die Show zur Kleinkunstpreis-Verleihung bisher verlaufen ist. Ich will unbedingt noch eine Suppe löffeln, bevor ich mich auf den Weg hinter die Bühne mache. Hier steht mein nächster Job an. Backstage einige Aufnahmen machen, die Twitter Community auf dem Laufenden halten. Und da es sich um eine Preisverleihung handelt, reiche ich der Lotto-Geschäftsführerin im Anschluss auf der Bühne die Preise, Urkunden und Blumensträuße für die Preisträger an.

Aus dem Backstage-Bereich heraus kann man einen Blick auf Künstler und Publikum werfen.
Blumensträuße auf der Bühne anreichen – einer meiner Jobs am Abend der Preisverleihung

Fällt dir was auf? Ich war nie im Veranstaltungssaal bei der Kleinkunstpreis-Verleihung. Habe keinen Auftritt wirklich erleben dürfen. Backstage bekommt man zwar Ausschnitte mit und kann ein wenig durch den Vorhang spicken. Aber obwohl ich live dabei bin, habe ich von der ganzen Veranstaltung so gut wie nichts mitbekommen. Ob ich das schlimm finde? Nein! Das ist mein Job. Und wenn ich einen Künstler einmal live erleben möchte, dann kaufe ich mir privat ein Ticket wie jeder andere.

Aber nach der Preisverleihung kommt der angenehme Teil des Abends. Ich darf mich unter die Gäste mischen und erfahre aus erster Hand, was die Künstler für einen tollen Job auf der Bühne gemacht haben. Ich kann mich auch mit den Künstlern selbst austauschen. Und Hauptpreisträger Michael Krebs erzählt, wie klein er einst angefangen hat: Vor einem Sechs-Mann-Publikum hat er spielen müssen – mehrfach. Das war wohl eine harte Schule. Am Ende erlebe ich die Stars des Abends also nicht live auf der Bühne, sondern die wahren Persönlichkeiten hinter den Bühnenrollen – und das ist live ebenfalls ein tolles Erlebnis!

So sehen Sieger aus… Die Kleinkunstpreisträger 2017

Mehr Fotos vom Abend findest du übrigens auf Flickr.

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