2017 ist schon zwei Wochen alt und während viele ihre Anmeldung im Fitnesstudio bereits bereuen oder schon die erste Schachtel Zigaretten gekauft haben, bin ich immer noch auf der Suche nach guten Vorsätzen. So langsam muss ich mich beeilen, sonst wird es dieses Jahr nichts mehr… Oder sind gute Vorsätze nichts weiter als hohle Phrasen? Warum meinen wir eigentlich zu einem bestimmten Zeitpunk etwas verändern zu müssen?

Kaum ist das neue Jahr eingeläutet, kommt sie wieder um die Ecke, die Mutter aller Smalltalk-Fragen: „Und, was hast du dir für das neue Jahr vorgenommen?“ Hm, was habe ich mir vorgenommen – eine gute Frage. Um erhlich zu sein: Eigentlich nichts. Allzu oft möchte ich schmallippig antworten: „Warum sollte ich mir etwas vornehmen? Und warum ausgerechnet dann, wenn wir am Ende des Datums eine Sieben statt einer Sechs schreiben?“. Dahinter steckt vermutlich der Wunsch der Menschen, ein Mal auf Reset zu drücken und wieder bei Null anzufangen. Wir wollen uns also optimieren. Doch macht uns das auch glücklicher? Was habe ich davon, wenn ich beim nächsten Besuch beim Lieblingsitaliener die holzofengebackene Pizza Napoli mit Sardellen und Kapern verschmähe und stattdessen einen Salat esse? Gut, Völlerei ist wirklich nicht gesund. Aber sich den Rest des Lebens (oder zumidnest des Jahres) zu kasteien ist sicher auch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Die goldene Mitte

Der Mensch, mit dem ich 24 Stunden am Tag verbringe, bin ich selbst. Deshalb muss ich gut zu mir sein und auf meine Bedürfnisse hören. Will ich körperlich etwas fiter werden? Ja. Will ich trotzdem das Leben genießen und mich nicht nur in Verzicht üben? Ja. Also liegt die Wahrheit – wie so oft – irgendwo in der Mitte. In der Praxis könnte das dann so aussehen: Pizza aufhören zu essen, wenn ich satt bin und den Rest für den folgenden Tag mitnehmen. Dazu auf der Arbeit Treppen laufen und nicht den Aufzug benutzen. Alles in allem klingt das nach einem Kompromiss, mit dem ich leben kann 🙂

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