Auf den Hund gekommen

Dass der eine oder andere Lotto-Mitarbeiter auf den Hund gekommen ist, dürfte niemanden überraschen. Unsere Kollegin Iris Voltmann hat ihren „Leo“ für uns mal ganz persönlich beobachtet.

leo

Leo muss duschen!!!

„Der Hund stinkt!“ Autsch, das war deutlich. Mein Vater wehrt die Liebesbekundungen unseres Vierbeiners entschieden ab. Nicht unfreundlich, aber doch sehr bestimmt. Da bleibt nur eine Lösung, das Tier muss duschen. Als Herrchen das Unwort in den Mund nimmt, verzieht sich der als übel riechend Gescholtene unter den Esstisch. Zwischen Stuhlbeinen hervor spähen braune Augen nach der Gefahr. Doch es hilft alles nichts.

Große Handtücher werden aus dem Regal geholt, Frauchen lockt mit einem Keks. Der Duft des Gebäcks lockt Leo aus seiner Höhle. Er kann einfach nicht widerstehen. Ganz vorsichtig, Pfote um Pfote, als lauerte die Dusche bereits hier im Wohnzimmer auf ihn. Über das Leckerli hinweg ist die Angst erst einmal vergessen. Auch der letzte Krümel wird verputzt, brav folgt Leo Frauchen sogar nach oben. Im Arbeitszimmer hat sie doch auch immer etwas Feines für ihn versteckt. Zu spät erkennt er die Sackgasse. Die eben noch freudig nach oben gestellte Rute wird eingezogen, Frauchen steuert auf direktem Weg ins Badezimmer. Leo schnuffelt, sauber riecht es hier. Das mag er nicht und dreht auf den Hinterpfoten um, nichts wie raus.

Doch Fehlanzeige. Sanfte Hände packen ihn, das Halsband wird ihm abgenommen, dann das Tüchlein und am Ende steht der Hund ziemlich nackt da. Aber nicht deswegen schlottern ihm die Pfoten. Jetzt gibt es keinen Weg zurück. Herrchen schiebt ihn sanft in die Kabine. Das Wasser wird angestellt, die Seife bereit gelegt… Leo drückt sich in die hinterste Ecke, aber es hilft nichts. Mit geschlossenen Augen und heftig zitternd lässt er die verhasste Prozedur über sich ergehen. Später wird er in seinem Korb schmollen und nur ab und zu mal ein Auge öffnen, um zu schauen ob sein „Rudel“ seinen Schmerz auch angemessen würdigt. Nie wieder wird er ihnen vertrauen. Nie wieder. Doch dann kommt Frauchen, legt ihm ein Handtuch über den nassen Rücken und rubbelt ihn sanft. Es ist wie ein Reflex, er muss sich einfach umdrehen, so dass sie ihn am Bauch kraulen kann. Und plötzlich ist er kein bisschen mehr böse, er hat Frauchen und Herrchen ja so lieb, zum Abschlabbern lieb.

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