Wer will in Zeiten von location-based Augmented Reality Games wie Pokémon Go noch Brettspiele spielen? Wer diese Frage nur zum Teil versteht, für den hat das glüXmagazin in seiner aktuellen Ausgabe vielleicht etwas Passendes parat: Eine Doppelseite über die diesjährigen Gesellschaftsspiele-Highlights. Und gerade wenn die Tage kürzer, die Abende länger und die Nächte dunkler werden lädt das gute alte Brettspiel im Kreis von Freunden und Famile doch viel mehr zum Spielen ein als in der kälte auf einem kleinen Bildschirm seltsame Monster zu fangen…oder?

Ich habe da eine kleine Schwäche: Ich zocke gerne kleine Spielchen auf dem Smartphone. Vor allem in Momenten, in denen man sowieso nicht viel tun kann wie z. B. wenn ich auf die nächste Bahn warte. Als Kind und Jugendlicher war ich – wie so viele in dem Alter – – von Gameboy, Supernintendo und Co. angefixt. OK, das lag vielleicht an meinem sieben Jahre älteren Bruder, der immer die neuesten Konsolen hatte.

Doch immer dann, wenn ich bei Oma und Opa übernachtete, wurde das in die Jahre gekommene Mensch-ärgere-Dich-nicht-Brett aufgeklappt, die bunten Spielfiguren aufgebaut (ich war immer grün!), der Kamillentee eingeschenkt und dann ging es los: Meine Oma und ich „verschwörten“ uns immer gegen meinen Opa, der dies natürlich gerne zum Anlass nahm und sich theatralisch zu beklagen wusste. So vergingen schnell eine bis zwei Stunden und nicht selten spielten wir bis spät am Abend…

Wenn ich an diese Zeit zurück denke, werde ich etwas wehmütig: Heute können die Handyspiele nicht schnell, actonreich und hochauflösend genug sein. Wie gesagt nutze auch ich dies heute gerne. Doch viel lieber würde ich noch einmal Mensch ärgere Dich nicht spielen, abends bei Oma und Opa mit Kamillentee…

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