„Oishii“ (dt. Es schmeckt mir) sagen die Japaner, wenn sie zum Ausdruck bringen wollen, dass ihnen eine Speise gut schmeckt. Doch dahinter steckt mehr: Essen ist in Japan nicht nur Mittel zum Zweck. Essen ist auch Ausdruck einer geistigen Haltung und spielt im Alltag der Japaner eine zentrale Rolle. Deshalb widmet das Linden-Museum in Stuttgart diesem Thema eine Sonderausstellung. Lotto Baden-Württemberg sponserte in diesem Zusammenhang die große Foodblogger-Night. Denn zwischen Lotto und dem Museum besteht eine enge Verbindung: etliche Kunstankäufe konnten durch Lotterie-Mitteln getätigt werden. Unser Assistent Digitale Medien berichtet vom künstlerisch-kulinarischen Blogger-Treffen.

Was verbindet Lotto Baden-Württemberg, ein renommiertes Museum und zwei Dutzend Foodblogger? Das Interesse an Kunst, Kultur und gutem Essen. Jedenfalls sponsern wir von Lotto Baden-Württemberg aus voller Überzeugung diesen Abend und sind zu Beginn schon gespannt, was alles auf uns zukommt. Denn obwohl wir diesen Blog schon seit ein paar Monaten betreiben, ist die Welt der Blogger-Community immer noch ein kleines bisschen „Neuland“ für uns, um es mit den Worten Angela Merkels auszudrücken. Aber gerade auch deshalb sind wir da: Wir wollen mit Bloggern ins Gespräch kommen, einen Blick in die (Food)Blogger-Community werfen und sie auf unser #BarcampGlueck am 26. November 2016 aufmerksam machen. Denn gute Essen kann ja schließlich auch glücklich machen.

Genuss und Tod liegen nah beieinander

Doch zunächst tauchen wir im – Achtung Wortwitz! – im Ra(h)men einer sehr kurzweiligen Führung in die Welt von Reis, Kobe, Sushi, Sake und Tee ein und stellen fest: In der japanischen Küche sollte man sein Glück nicht zu sehr auf die Probe stellen! Da wäre zunächst der Reis aus der Gegend um Fukushima. Kann man ihn unbedenklich essen oder sollte man doch lieber die Finger davon lassen? Auch beim berühmten Fugu-Kugelfisch sollte man sich zwei- oder besser dreimal überlegen, ob man diese Spezialität verzehren möchte. Denn falsch zubereitet endet ein kleiner Happen tödlich, da nur das zarte Muskelfleisch des Fugus genießbar ist, die anderen Körperteile jedoch hoch giftig sind. Hat man das ganze Jahr Atom-Reis und Gift-Fisch überlebt, gibt es nur noch eine Hürde zu meistern: den japanischen Reiskuchen Mochi, der traditionell zu Neujahr gegessen wird. Seine extreme Klebrigkeit führt zur Jahreswende in Japan zu erhöhten Todesraten durch Ersticken. Es empfiehlt sich daher, immer einen Staubsauer parat zu haben, da der klebrige Kloß anders nicht aus der Speiseröhre entfernt werden kann (kein Witz!).

fullsizerender
Was auf den ersten Blick lecker aussieht, ist nicht zum Verzehr geeignet, denn es handelt sich (leider) nur um Food Samples.

Keine Panik!

Auch wenn die oben genannten Beispiele in Japan wirklich ernstzunehmende Gefahren sind, soll es nicht darüber hinwegtäuschen, dass die japanische Küche von einer reichhaltigen Vielfältigkeit, einer reduktionistischen Zubereitung, welche den Eigengeschmack des Lebensmittels in den Fokus stellt, und enormer Liebe zum Detail geprägt ist. Das dürfen wir am Schluss der Führung auch sehen, riechen und schmecken. Denn es gibt kleine Probierhäppchen wie Algensalat, Sushi und gefüllten Teigtaschen für jeden Besucher.

Nicht verwunderlich, dass man aus den (teilweise vollen) Mündern der Foodblogger ein zufriedenes „Oishii!“ hört.

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1 Kommentare

  1. Oishii! oder ein Abend im Linden-Museum › The BLUELINE Antworten

    […] Fabian von „In die Küche, fertig los“ über diesen Event. Aber auch die Lottogesellschaft Baden-Württemberg berichtet über diesen Event auf ihrem Corporate Blog traeumdichlotto.de. […]