Ausbrechende Kunstfreunde hüpfen durchs Verfassungsgericht

Als wir im Morgengrauen bei leichtem Regen den Bus nach Karlsruhe besteigen, ahnen wir nicht, welch ereignisreicher Tag uns bevorsteht. Und schon gar nicht, wie schön das Wetter werden wird.

Eingefleischte Stuttgarter fahren nicht frei von Vorbehalten nach Karlsruhe. Da ist diese alte Rivalität zwischen dem württembergischen VfB aus der Landeshauptstadt sowie dem KSC aus Baden. Schwaben gegen Badener. Groß gegen Klein. Das spielt im einen oder anderen Gespräch im Bus eine Rolle. Aber bei guter Laune, Saftschorle, frischen Brezeln und Hörnchen natürlich eine fröhliche, positive Rolle. Wer frotzelt nicht gern, wenn es ums runde Leder geht. Oder anders gesagt: Das gehört zu einem Betriebsausflug einfach dazu.

Als wir Karlsruhe erreichen, blendet uns im Bus schon die Sonne. So schnell sich das Wetter drehte, so schnell sind wir aus dem Bus geklettert und freuen uns hinter dem wunderschönen Schloss bei einem Begrüßungsdrink auf das, was der schöne Tag für uns noch bereithält. Eine ganze Menge, wie sich herausstellt. Zum Beispiel, dass man in Karlsruhe Stadtführungen am besten hüpfend absolviert. Kein Scherz, die Fächerstadt ist auf sogenannten Kangoo-Jumps erkundbar, einem Skistiefel ähnelnden Schuh mit einer Feder unter der Sohle, der das Känguruh in Dir weckt. Macht Spaß wie Hulle, schont die Gelenke und zieht jede Menge Blicke von Passanten an. Auf diese Weise am Bundesverfassungsgericht vorbei zu hüpfen, lässt sogar mit sehr ernsten Aufgaben betraute Polizeibeamte schmunzeln.

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So sehen Kangoo-Jumps aus. Auf ihnen kann man Karlsruhe hüpfend erkunden.

Apropos Verfassungsgericht: Viele Lotto-Kollegen nutzen die Gelegenheit, eine exklusive Führung durch das höchste Gericht in unserem Land mitzuerleben. So diskutierten noch am späten Abend viele Kollegen beim Essen über den beeindruckenden Schutz der Grundrechte in Deutschland.

Unter besonderem Schutz unserer Verfassung steht auch die Kunst. Die darf an einem Betriebsausflug nicht zu kurz kommen. Das Badische Landesmuseum zeigt mit Unterstützung von Lotto Baden-Württemberg eine große Familienausstellung zum Thema „Cowboy & Indianer“. Der Ostflügel des Schlosses verwandelt sich dafür in eine einzigartige Szenerie aus Westernstadt und Tipi-Dorf samt Lagerfeuer. Klar,  dass wir Lotto-Mitarbeiter gespannt einen Blick in die Ausstellung werfen wollen. Die vielen unterschiedlichen Räume im Schloss entführen in die Wild-West-Romantik des 19. Jahrhunderts. Um ehrlich zu sein, Jugendträume erfüllen sich – und man will gar nicht mehr raus aus der Ausstellung.

Raus wollen an diesem Tag die Teilnehmer bei den Exit-Games, die der Betriebsrat ebenfalls organisiert hat, aus geschlossenen Räumen. Kniffelige Aufgaben warten auf die „Eingeschlossenen“, am Ende haben es aber alle geschafft. Viele davon treffen wir am Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein im Zoo wieder, durch den der kanadische Tierpfleger Robert charmant und humorvoll führt. Seine Analogien zwischen Mensch und Tier sorgen für großes Schmunzeln unter den Kollegen. „Rosalinda“, der berühmte Papagei aus dem Pippi-Langstrumpf-Filmen, hat hier im Karlsruher Zoo seinen Alterswohnsitz – und jetzt eine Menge Fans in der Lotto-Zentrale.

Bei naturtrübem Bier vom Fass und deftigen Gerichten klingt unser Betriebsausflug im Brauhaus „Kühler Krug“ frisch und lecker aus. In so gemütlicher Runde kommt natürlich das Thema Fußball wieder auf den Tisch. Aber ganz nach dem Motto „Fair Play“ ist man sich deutlich einiger als noch am Vormittag. Nach dem erfolgreichen Partnertag am Wochenende zuvor, war der Betriebsausflug eine willkommene Belohnung für alle Kollegen. Auch für diejenigen, die nicht VfB-Fans sind.

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