Pferderennen. Ist das schon cool?

Seit vielen Jahren hat die Staatliche Toto-Lotto GmbH dreimal im Jahr ein Rennpatronat auf der Pferderennbahn in Iffezheim… so viel weiß jeder Mitarbeiter hier im Haus. Weiter haben sich aber die Meisten – mich eingeschlossen – mit Pferderennen noch nie beschäftigt. Nun hat aber eben diese Rennbahn in Iffezheim zum Maskottchen-Rennen aufgerufen. Um prompt bleibt einer Social Media Managerin nichts anderes übrig, als tatsächlich auf die Rennbahn zu gehen.

Mein erstes Pferde- und Maskottchenrennen

Pferderennen assoziiere ich in erster Linie mit Damen in grellen Kostümen mit schrägen Hüten, winzig kleinen Jockeys und Männern, die beim Wetten Haus und Hof verlieren. Sicher sind diese Vorurteile von Hochglanzmagazinen geprägt, die den englischen Adel in Ascot zeigen. Aber ist Pferderennen schon cool, da es mal was anderes ist? Oder zu viel Kultur für mich? Oder womöglich so überkandidelt, dass ich mich dabei nur unwohl fühlen kann? Höchste Zeit, dass ich mir ein Bild verschaffe.

Ich bin übrigens bekennender Fan unseres Maskottchen WINNY. Die 25 cm große Plüschfigur ist mein liebster Kollege und ständiger Begleiter. Wenn nun das 1,80 Meter Original zum Rennen rund um den Turf geladen wird, dann bin ich schnell von dieser Idee begeistert und bereit meinen Feiertag auf der Pferderennbahn zu verbringen. Auch um das Treiben für die Social Media-Anhänger zu dokumentieren. Gesagt, getan.

Es kann los gehen…

Strahlender Sonnenschein an Fronleichnam, wenig Verkehr auf der Schwarzwaldhochstraße und vier gutgelaunte Menschen im  Auto – mein Tag auf der Pferderennbahn geht entspannt los. Bei unserer Ankunft um die Mittagszeit müssen wir schon am Ticketcounter Schlange stehen. Jung und Alt ist gleichermaßen auf den Beinen. Ein ansteckendes, buntes treiben und deutlich mehr los, als ich gedacht hätte.

Noch bevor ich das erste Pferd zu Gesicht bekomme, sehe ich eine Vielzahl von Wettschaltern. Naturgemäß hat man ja als Mitarbeiter einer Lotteriegesellschaft eine Affinität zu Wetten. Aber die Wettscheine, die ich nun in der Hand habe erklären sich mir überhaupt nicht. Da schafft dann der Kauf eines Wettprogramms ein wenig Abhilfe. Gerade im Pferdesport werden, so glaube ich, besonders viele Laien angezogen, die auf gut Glück ihre Einsätze tätigen. Die Farbe des Jockey-Hemds und der Name des Pferdes haben zumindest in meinem Fall über meine Wetten entschieden. Meine drei Begleitet haben das ähnlich gelöst.

Die Rennbahn hat ein tolles Flair, das einen schnell verzaubert. Trotz Videowall, zahlreicher TV-Monitore und Quotendurchsagen über den Lautsprecher ist man auf unerklärliche Art und Weise in der Zeit zurückversetzt. Die klassische Anmutung der Zuschauerränge auf der Bahn, dieser sehr ursprüngliche Pferdesport und das ausgelassene Publikum haben ihren ganz besonderen Charme. Und wenn die Pferde auf der Bahn galoppieren und die Zuschauer mit Ihren Tippzetteln in der Hand zu zittern, zu wedeln und zu schreien beginnen ist man der Atmosphäre der Pferderennbahn endgültig erlegen.

Bild im Text

Viel Erfahrung gewonnen – aber kein Geld

Gewonnen habe ich natürlich keinen Cent – nur reichlich Erfahrung. Aber da ich nur kleine Einsätze getätigt habe, war es den Spaß wert. Leider hat auch unser WINNY beim Maskottchen-Rennen nicht siegen können. Lediglich zum Sieger der Herzen hat es gereicht. Aber falls wir im kommenden Jahr wieder angefragt werden, ob WINNY erneut an den Start geht, dann bin ich ganz klarer Befürworter!

Übrigens: Da ich keinen Hut besitze, habe ich auf keine aufgezogen. Und tatsächlich habe ich mich damit der breiten Masse angeschlossen. Die Rennbahn in Iffezheim entspricht  nicht dem befürchteten Klischee. Einen Besuch kann ich jedem nur empfehlen. Wenn ich nun also ein Fazit ziehe, dann muss ich sagen, dass der Tag ziemlich cool war. Ich war mit den richtigen Begleitern, beim richtigen Wetter an einem recht außergewöhnlichen Ort. Mit Sicherheit hat mich die Pferderennbahn nicht zum letzten Mal gesehen.

Merken

In diesem Artikel

Kommentieren